Augenlasern 2026: Welche Kosten auf Patienten zukommen könnten

Der Markt für Augenlaser-Behandlungen entwickelt sich stetig weiter – und mit ihm auch die Preise. Für 2026 rechnen Experten mit spürbaren Veränderungen bei den Kosten, da neue Technologien, modernisierte Kliniken und unterschiedliche Methoden wie LASIK, LASEK oder SMILE Einfluss auf die endgültigen Behandlungspreise haben können. Dieser Überblick erklärt, welche Faktoren die Kosten bestimmen, welche Preisbereiche realistisch sind und worauf Patienten bei der Wahl einer Klinik in Österreich besonders achten sollten.

Augenlasern 2026: Welche Kosten auf Patienten zukommen könnten

Augenlaser-Eingriffe sind planbare, elektive Behandlungen – und ihre Preise hängen von Technologie, Klinikstruktur und individueller Eignung ab. Für das Jahr 2026 zeichnen sich in Österreich stabile bis leicht anziehende Kosten ab, wobei regionale Unterschiede und die gewählte Methode eine zentrale Rolle spielen. Wer den Eingriff plant, profitiert von einer strukturierten Kostenabschätzung, die sowohl den Operationspreis pro Auge als auch Vor- und Nachsorge, Medikation und eventuelle Nachkorrekturen berücksichtigt.

Preisentwicklungen 2026

Für 2026 ist bei Augenlaser-Eingriffen in Österreich mit moderaten Kostenbewegungen zu rechnen. Gründe sind allgemeine Preisniveaus, Gehalts- und Energiekosten in Kliniken sowie Service- und Gerätewartung. Unter Berücksichtigung aktueller Marktbeobachtungen bewegen sich typische Gesamtkosten häufig in Spannen von etwa 1.300–2.100 € pro Auge für PRK/LASEK, 1.600–2.600 € pro Auge für Femto-LASIK und 2.000–3.000 € pro Auge für SMILE. Diese Werte sind Schätzbereiche, die je nach Zentrum, präoperativer Diagnostik und individueller Komplexität abweichen können.

LASIK, LASEK und SMILE

Die Verfahren unterscheiden sich in Technik und Heilungsverlauf. Bei der Femto-LASIK wird mit einem Femtosekundenlaser ein Hornhautflap erzeugt, anschließend formt der Excimerlaser die Hornhaut. LASEK/PRK arbeitet oberflächlich ohne Flap und eignet sich etwa bei dünner Hornhaut, erfordert jedoch meist eine längere Erholungszeit. SMILE (Small Incision Lenticule Extraction) entfernt über einen kleinen Schnitt ein Lentikel in der Hornhaut und kommt ohne Flap aus. Unterschiede bei Komfort, Trockenheitsneigung und sportlicher Belastbarkeit können sich auf die individuelle Wahl und damit auf die Kosten auswirken.

Preisfaktoren

Mehrere Faktoren bestimmen den Endpreis: Umfang der Voruntersuchung (z. B. Topographie, Wellenfrontanalyse), eingesetzte Laserplattform, Erfahrung des Operateurs, Narkoseform, Operationsumgebung (Privatklinik/OP-Zentrum), Standort sowie inbegriffene Nachsorge. Auch besondere Befunde (hohe Dioptrien, dünne Hornhaut, Astigmatismus) können den Aufwand erhöhen. Gesetzliche Kassen übernehmen refraktive Eingriffe in der Regel nicht; Zusatzversicherungen oder Selbstbehalte variieren. Finanzierungsmodelle sind möglich, verursachen aber Zinskosten. Transparent ausgewiesene Paketpreise schaffen Vergleichbarkeit und helfen, versteckte Posten zu vermeiden.

Klinikwahl in Österreich

Bei der Klinikwahl zählen neben dem Preis vor allem Sicherheit und Ergebnisqualität. Wichtige Kriterien sind veröffentlichte Ergebnisse, ein standardisiertes Qualitätsmanagement, klar geregeltes Komplikationsmanagement, die Verfügbarkeit moderner Femtosekunden- und Excimerlaser sowie die Erreichbarkeit für lokale Services in Ihrer Gegend. Eine unabhängige Zweitmeinung, ausführliche Aufklärung und realistische Erwartungssteuerung sind empfehlenswert. Achten Sie zudem auf klare Verträge zu Nachkontrollen, eventuellen Enhancement-Regeln und Kosten bei Nicht-Eignung (z. B. Rückerstattung eines Teils der Voruntersuchung).

Preisbereiche und Zusatzkosten

Ein realistischer Kostenrahmen umfasst den Eingriff pro Auge, Diagnostik und Nachsorge. Häufig werden Voruntersuchungen als Paket (ca. 100–300 €) angeboten; Medikamente und künstliche Tränen schlagen in den ersten Wochen mit etwa 50–150 € zu Buche. Schutzschilde, Nachkontrollen und eventuelle Nachtlinsen können Teil des Pakets sein oder separat abgerechnet werden. Enhancement-Regelungen (Nachkorrektur) sind wichtig: Manche Zentren bieten innerhalb eines definierten Zeitraums vergünstigte oder inkludierte Nachkorrekturen an; andere verrechnen sie separat.

Im Folgenden finden Sie eine orientierende, faktenbasierte Übersicht. Die Verfahren und Anbieter sind real, die Kostenspannen spiegeln typische Patientenpreise in Österreich wider.


Product/Service Provider Cost Estimation
PRK/LASEK (oberflächlich) Schwind Amaris/Alcon Plattformen (klinisch in Österreich im Einsatz) 1.300–2.100 € pro Auge
Femto-LASIK Alcon WaveLight (z. B. FS200/EX500) 1.600–2.600 € pro Auge
ReLEx SMILE Carl Zeiss Meditec VisuMax 2.000–3.000 € pro Auge

Preise, Tarife oder Kostenschätzungen in diesem Artikel basieren auf den neuesten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Unabhängige Recherchen werden vor finanziellen Entscheidungen empfohlen.


Die ausgewiesenen Bereiche berücksichtigen den typischen österreichischen Markt, beinhalten aber nicht zwingend individuelle Zusatzleistungen wie Premiumdiagnostik, längere Kontrollen oder spezifische Medikamentenschemata. Regionale Unterschiede – etwa zwischen größeren Städten und kleineren Standorten – können zu Abweichungen führen.

Abschließend lohnt der Blick auf Gesamtkosten statt nur auf den OP-Preis: Wer für beide Augen plant, sollte Paketangebote mit identischem Leistungsumfang vergleichen. Prüfen Sie, ob eine Nicht-Eignung kulanzgerecht gelöst wird, wie die Erreichbarkeit für kurzfristige Kontrollen ist und ob die Klinik Messdaten und Berichte transparent bereitstellt. Eine nüchterne Abwägung aus Sicherheitsprofil, Technologie, Erfahrungswerten und Kosten führt zu einer fundierten Entscheidung.

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Bitte konsultieren Sie eine qualifizierte medizinische Fachperson für individuelle Einschätzungen und Behandlungen.