Geldanlage im hohen Alter: Sichere Strategien und passende Optionen ab 80

Mit 80 Jahren stehen bei finanziellen Entscheidungen vor allem Sicherheit, Stabilität und einfache Verwaltung im Vordergrund. Viele Senioren möchten ihr Vermögen erhalten und gleichzeitig planbare Erträge erzielen, ohne unnötige Risiken einzugehen. Unterschiedliche Anlageformen bieten dafür verschiedene Möglichkeiten – von flexiblen Konten bis hin zu konservativen Zinsprodukten.Dieser Leitfaden zeigt, welche Optionen in der Schweiz sinnvoll sein können, wie Sie Angebote vergleichen und worauf Sie achten sollten, um eine Lösung zu finden, die zu Ihrer persönlichen Situation passt.

Geldanlage im hohen Alter: Sichere Strategien und passende Optionen ab 80

Welche Anlageziele sind im hohen Alter besonders wichtig?

Im Alter von 80 Jahren und darüber verschieben sich die Anlageprioritäten deutlich. Kapitalerhalt steht im Vordergrund, da die Zeit für den Ausgleich möglicher Verluste begrenzt ist. Gleichzeitig wird eine regelmässige Verfügbarkeit von Geldmitteln wichtiger, um unvorhergesehene Ausgaben wie Gesundheitskosten oder Pflegebedürfnisse abdecken zu können. Inflationsschutz bleibt relevant, sollte aber nicht auf Kosten der Sicherheit verfolgt werden. Viele Senioren legen zudem Wert darauf, einen Teil ihres Vermögens für die nächste Generation zu erhalten.

Sichere Optionen wie Sparkonten, Festgeld und Obligationen erklärt

Sparkonten bieten die höchste Flexibilität und Sicherheit, auch wenn die Zinserträge derzeit bescheiden ausfallen. Schweizer Banken garantieren Einlagen bis 100’000 Franken pro Institut durch die Einlagensicherung. Festgeldanlagen ermöglichen planbare Zinserträge bei festgelegten Laufzeiten, wobei die Gelder während dieser Zeit nicht verfügbar sind. Schweizer Staatsanleihen gelten als besonders sicher, bieten jedoch niedrige Renditen. Unternehmensanleihen mit guter Bonität können etwas höhere Erträge erzielen, gehen aber mit einem leicht erhöhten Risiko einher. Alle diese Optionen eignen sich gut für eine konservative Anlagestrategie im hohen Alter.

Wie viel Liquidität im Ruhestand sinnvoll ist

Finanzexperten empfehlen älteren Menschen, einen höheren Anteil ihres Vermögens liquide zu halten als jüngere Anleger. Als Faustregel gelten sechs bis zwölf Monate der laufenden Ausgaben als Notreserve auf leicht verfügbaren Konten. Bei gesundheitlichen Einschränkungen oder wenn keine Angehörigen in der Nähe sind, kann eine höhere Liquiditätsreserve sinnvoll sein. Zusätzlich sollten geplante grössere Ausgaben der nächsten zwei bis drei Jahre ebenfalls in liquider Form vorgehalten werden. Diese Strategie verhindert, dass in ungünstigen Marktphasen Anlagen vorzeitig aufgelöst werden müssen.

Angebote und Konditionen verschiedener Banken vergleichen


Bank/Institut Sparkonto Zinssatz Festgeld 2 Jahre Beratungsservice
UBS 0.05% - 0.25% 0.8% - 1.2% Umfassende Seniorenberatung
Credit Suisse 0.1% - 0.3% 0.9% - 1.3% Spezialisierte Vermögensberatung
Raiffeisen 0.2% - 0.4% 1.0% - 1.4% Persönliche Betreuung vor Ort
PostFinance 0.05% - 0.2% 0.7% - 1.1% Digitale und Filialberatung
Kantonalbanken 0.1% - 0.35% 0.85% - 1.25% Regionale Expertise

Preise, Zinssätze oder Kostenangaben in diesem Artikel basieren auf aktuell verfügbaren Informationen, können sich jedoch über die Zeit ändern. Eine unabhängige Recherche wird vor finanziellen Entscheidungen empfohlen.


Wann eine persönliche Finanzberatung hilfreich sein kann

Eine professionelle Finanzberatung wird besonders wertvoll, wenn komplexe Vermögensverhältnisse vorliegen oder wichtige Lebensereignisse anstehen. Dazu gehören der Verkauf von Immobilien, die Übertragung von Vermögen an die nächste Generation oder die Planung von Pflegekosten. Auch bei gesundheitlichen Einschränkungen, die die eigenständige Verwaltung erschweren, kann eine vertrauensvolle Beratungsbeziehung entscheidend sein. Viele Schweizer Banken bieten spezielle Beratungsdienste für Senioren an, die auch Aspekte wie Vollmachten und Nachlassplanung einbeziehen. Die Kosten für eine solche Beratung sollten transparent kommuniziert und im Verhältnis zum verwalteten Vermögen angemessen sein.

Eine durchdachte Anlagestrategie im hohen Alter berücksichtigt die veränderten Lebensprioritäten und finanziellen Bedürfnisse. Sicherheit und Verfügbarkeit stehen dabei im Vordergrund, ohne dass auf angemessene Erträge völlig verzichtet werden muss. Die Kombination verschiedener sicherer Anlageformen und eine ausreichende Liquiditätsreserve schaffen die Grundlage für finanzielle Gelassenheit in den späten Lebensjahren.